Ziemlich oft hört man, dass viel zu viele Menschen alles für selbstverständlich halten und keine Dankbarkeit mehr kennen. Weder Gott noch der Gemeinschaft gegenüber verspürt man Dankbarkeit, so die Klage. Ohne sich auf diese Diskussion einlassen zu wollen, ist es wichtig, festzustellen, dass Dankbarkeit vor allem für den dankbaren Menschen selbst eine große Hilfe sein kann. Dankbarkeit ist nach der Überzeugung vieler Psychologen/innen eine wichtige Haltung, die zu Zufriedenheit und Glück wesentlich beitragen kann (siehe den Artikel im Downloadbereich links). Auch die Religionen wissen, dass Dank und Lob Gott gegenüber vor allem auf das Leben der Dankenden und Lobenden positive Auswirkungen hat.
Wir Religionslehrer/innen der HTL haben beschlossen, dass wir heuer ein Projekt zu diesem Thema machen. Wir laden alle Schüler/innen (und natürlich auch andere Interessierte) ein, Beiträge zum Thema „Dankbarkeit“ zu verfassen. In diesen Beiträgen sollen Situationen angesprochen werden, in denen man selbst (besonders) dankbar war. Weiters kann dargelegt werden, gegenüber welchen Personen man große Dankbarkeit empfindet und warum dies der Fall ist. Es können aber auch Situationen beschrieben werden, wo einem selbst Dankbarkeit entgegengebracht wurde.
Unter Beitrag verstehen wir
• einen schriftlichen Beitrag im Ausmaß von mindestens einer dreiviertel DIN A 4 Seite (dabei kann es sich durchaus auch um Bilder,.. handeln, die in weiterer Folge beschrieben werden) oder
• noch besser einen multimedialen Beitrag in Form einer E-Card (maximale Breite von 400 Pixel und maximale Höhe von 500 Pixel; nicht größer als 150 kb, im Dateiformat JPEG (.jpg) oder eine Flash-Präsentation .swf (Shockwave Flash)
Sowohl ein multimedialer Beitrag als auch ein Text muss selbst erstellt werden und darf keine Urheberrechte verletzen.
Die Texte und die E-Cards werden von den Religionslehrer/innen bewertet - die Preisträger/innen erhalten Kinofreikarten.
Die Beiträge werden bis 6. März 2009 per Mail an a.planitzer@eduhi.at erwartet.
Hans Magnus Enzensberger hat in seinem Gedicht "Empfänger unbekannt – Retour à l’expediteur" seinen Dank in wunderbarer Form zusammengefasst:
Vielen Dank für die Wolken.
Vielen Dank für das Wohltemperierte Klavier
und, warum nicht, für die warmen Winterstiefel.
Vielen Dank für mein sonderbares Gehirn
und für allerhand andre verborgne Organe,
für die Luft, und natürlich für den Bordeaux.
Herzlichen Dank dafür, dass mir das Feuerzeug nicht ausgeht,
und die Begierde, und das Bedauern, das inständige Bedauern.
Vielen Dank für die vier Jahreszeiten,
für die Zahl e und das Koffein,
und natürlich für die Erdbeeren auf dem Teller,
gemalt von Chardin, sowie für den Schlaf,
für den Schlaf ganz besonders,
und, damit ich es nicht vergesse,
für den Anfang und das Ende
und die paar Minuten dazwischen
inständigen Dank,
meinetwegen für die Wühlmäuse draußen im Garten auch.